Aus persönlichen Gründen (spieler- nicht SLseitens :-)) gibt es leider nur 4 End of Game Statements, aber das ist ja besser als nichts :-) Viel Spaß also mit den EoGS der jeweiligen Herrscher.
Bevor ich etwas über die Partie schreibe, möchte ich als erstes Jochen
zu seinem Sieg gratulieren. Ich finde, er hat ihn verdient. Aber auch besonders
Frank und Torsten gebührt ein großes Lob, weil sie die Partie bis
zum Schluß offen und spannend gehalten haben und immer ihre Chance gesucht
haben. Gerade deswegen wiegt der Sieg von Jochen besonders schwer. Denn man
muß sich erst einmal gegen solche hochkarätigen Gegner durchsetzen.
Außerordentlich und besonders bemerkenswert war auch die Leistung von
Frank Bacher als SL. Er war souverän und hat unauffällig und gekonnt
seinen Beitrag dazu erbracht, dass das Finale ein tolles Erlebnis für mich
war.
Jetzt aber zum Spiel.
Zunächst war ich schon einmal ziemlich froh, es überhaupt ins Finale
geschafft zu haben. So was hat man nicht alle Tage (es sei denn man heißt
Frank O.)
Viele gute Spieler und die ganze Diplomacy-Gemeinschaft schaut auf einen. Uff.
Dann auch noch Österreich. Schwierig zu spielen, aber eigentlich auch mit
Chancen, wenn man den Beginn überlebt.
Tja, dann ging es los. Zunächst wollte ich Robert, den ich aus dem Halbfinale
kannte und mit dem ich dort sehr gut zusammen gespielt habe, wieder auf meine
Seite ziehen. Mir war klar, dass Frank der stärkste Spieler am Brett war
und deswegen wäre ein Bündnis Ö/O wichtig gewesen. Am Anfang
hat es auch gut geklappt. Aber leider nur am Anfang. Relativ schnell hatte Frank
Robert auf seine Seite gezogen und ich stand so ziemlich alleine da. André
hatte mit Jochen zu tun und war auch auf Franks Seite. So blieb mir dann nur
die Hoffnung, zusammen mit Jochen zu überleben und zu hoffen, dass Torsten
und Udo Druck auf Frank machen. Das hat leider nicht so gut geklappt. Deswegen
war ich dann im Herbst 06 auch Geschichte. Mir ist es nicht gelungen, einen
meiner Gegner aus der Front gegen mich heraus zu brechen. Damit war mein Schicksal
besiegelt. Aber es war toll, einmal die große weite Welt des hochklassigen
Diplomacy zu schnuppern. In dieser Partie waren Gegner wie André oder
Frank einfach eine Nummer zu groß für mich.
Jetzt noch kurz zu den einzelnen Spielern:
Torsten: Torsten kannte ich schon vor der Partie. Wir verstehen uns auch privat gut. Leider war er zu weit weg, um mir zu Hilfe zu kommen. Aber gerade am Ende finde ich hat Torsten wirklich gut gespielt und sich seine Siegchancen erkämpft. Toller dritter Platz.
Udo: Bei Udo habe ich nie genau gewusst. Woran ich bin. Er ist halt eine Sphinx. Frank hat sich im Laufe des Spiels immer besser auf Udo eingestellt und konnte ihn so zunehmend beeinflussen. Wenn ich das auch mal geschafft hätte....
Jochen: Mein einziger fester Verbündeter. Aber leider auch zu weit weg, um mich vor dem Untergang zu retten. Tolle Leistung, super gespielt und verdient gewonnen!
André: André ist bestimmt unter Wert aus dem Spiel gegangen. Sein Überblick und seine taktischen Überlegungen sind wirklich phänomenal. Schade, dass er sich so oft verschrieben hat.
Robert: Mit Robert hätte ich gerne wieder zusammen gespielt. Er ist ein wirklich netter Kerl. Leider ist er seit 03 gegen mich gezogen. Er hatte wohl den Eindruck, es wäre besser für ihn. Hat sich seinen vierten Platz redlich verdient.
Frank: Toll, wie Frank sich in der Partie aus vielen kniffligen Situationen wieder befreien konnte. Wäre es etwas anders gelaufen,...er hätte gewonnen. Als Österreich war ich ihm in seiner Expansion im Weg und deswegen schnell weg.
Jetzt noch kurz ein Wort zu der Berichterstattung:
Ich finde es besonders erwähnenswert, dass sich bei dieser Partie sogar zwei Zeitungen gefunden haben, die die Partie kommentiert haben. Und beide haben bis zum Schluß durchgehalten. Schon deswegen ein großes Dankeschön von mir.
Die Tatz: Die Tatz hat sich immer bemüht, die taktischen Möglichkeiten aufzudecken und dabei auch noch lustig zu sein. Das ist gar nicht so einfach. Und schon deswegen hat die Redaktion ein großes Lob verdient.
Die Postille: Ein bisschen später eingestiegen, als die Tatz und daher immer etwas in deren Schatten. Bissig und hintergründig. Ich glaube manche Leute haben die ein oder andere Anspielung gar nicht verstanden. War zum Teil aber auch schwierig.
An alle Mitspieler an Frank Bacher und die Redakteure ein liebes Servus und
bis zur nächsten Partie,
Peter
EOG England
Zuerst einmal allem einen Dank für diese nette Partie und dafür das es keine Verzögerungen gab.
Für mich fing diese Partie ja wirklich gut an. Ich habe England bekommen.
Ich liebe es England zu spielen.
Also wollte ich es mache wie immer.
Nur das ging leider nicht. Udo wollte mir Den überlassen aber ich hätte
lieber Bel gehabt. Aber man muss am Anfang ja nun mal nehmen was kommt. Mit
Russland war ich mir , dachte ich zumindest, einig , dass wir uns vorerst in
Ruhe
lassen und er sich im Süden und ich mich im Norden beschäftige. Wir
wollten dann Swe und Nwy tauschen und das sollte es dann vorerst gewesen sein.
Doch leider wurde dann eine Einheit in StP gebaut und ich bin so von meinem
Plan, gegen D zu ziehen, abgewichen und versuchte die nächsten Jahre mit
D gegen R zu ziehen.
Das ging so bis 1908 aber geschafft habe ich es nie.
Udo ist über diese Zeit leider zwischen Frank und mir hin und her gependelt
und wir sind alle drei so gut wie nicht weitergekommen. Jochen jedoch hat die
Zeit genutzt, nachdem er sich sehr lange im Süden aufgehalten hatte,
seinen Angriff auf meine liebe Insel Perfekt vorzubereiten.
Dies War nun der 2. Wendepunkt für mich in dieser Partie. Da Udo nicht
bereit war mir gegen Jochen zu helfen. Und leider darin noch von allen anderen
Nationen am Brett unterstützt wurde suchte ich den Kontakt zu meinem ärgsten
Feind. ZU Jochen.
Und was soll ich sagen Jochen war nur zu gern bereit mich zu verschonen und
meine „Juniorpartnerschaft“ anzunehmen.
Von da an zog ich mit Jochen und mein erstes Ziel war es den „Störenfried“
Deutschland zu dezimieren. Was ja dann auch gut geklappt hat. Ich habe dich
dennoch gern Udo. Dann lief es gut für mich ich konnte mich an Jochens
Seite recht gut Positionieren, so das ich am Ende doch noch Chancen hatte.
Dann kam das Jahr 1911. Ich denke ich war nicht der einzige der schon mit dem
rechnen anfing. Ich hatte für Russland neun VZ ausgerechnet , da Türkei
alles hätte sicher halten können. Nur wie das nun mal in diesem Spiel
ist lässt sich nun mal nur recht wenig richtig voraus berechnen. Und Frank
hatte plötzlich eine 50:50 Chance auf Smy oder Ank. Italiens Zug nach Tyr
kam mir dagegen sehr entgegen , auch wenn ich es dir lieber Ruudi nicht ganz
so gezeigt habe.
In 1912 kam dann das wirklich spannende Finish. Ich habe Ber für Jochen
gehalten , da Jochen ja Mun decken musste und ich sein volles Vertrauen hatte.
Ich war mir sicher das Frank die 50:50 Chance unten nutzen wird. Mein Bauchgefühl
täuscht mich selten.
Ich habe Edi mit Nth gedeckt und versucht mein letztes nötiges VZ auf diplomatischem
Wege zu holen. Ich habe versucht unterschwellig zu einem Cut in Eng zu bringen
. Worüber er wie Er mir anschließend gesagt hat auch kurz nachgedacht
hat. Leider nicht auch durchgezogen. So ist es nun zu diesem wirklich knappen
Ende der Partie gekommen.
Glückwunsch an Jochen
Das Finale ist nun schon einige Zeit vorbei, nun will/darf ich auch noch einen EoG verfassen!
Vorneweg möchte ich mich bei Frank für seine immer kompetente und sehr freundliche Spielleitung bedanken und natürlich auch noch einmal bei meinen Mitspielern!
So, was soll ich sagen? Ich hab es geschafft- damit hätte ich nicht wirklich gerechnet als das Spiel begann!
Beginnen wir aber am Anfang: Die Vorrunde war ein nettes Spielchen, auch wenn sich manche Spiler dabei etwas , nun sagen wir gewöhnungsbedürftig (Gruß nach Berlin ;) ), verhalten haben.
Das Halbfinale war ein recht harter Fight. Mathias Langensteiner war ein klasse Gegner. Mit Burkhard zusammen konnte ich ihn jedoch hinter mir lassen!
Das Finale:
Die Auslosung ergab für mich Frankreich- sehr gut! Ein Land das meiem Spielstil
recht gelegen kommt, nicht zu viele direkte Nachbarn aber mit großem Potential!
Die Gegner:
Fangen wir bei Udo an. Udo kannte ich von seinem Halbfinalspiel, das ich leitete.
Er schien mir ein sehr angenehmer Zeitgenosse zu sein( was sich im spiel auch
bestätigte) der dennoch eine direkte Linie fahren würde( was sich
nu überhaupt nicht bestätigte ;) )
Robert: kannte ich nicht und konnte ihn auch nur schlecht einschätzen. Dies sollte sich während des Spiels auch nicht wirklich ändern.
André: Ruuudi war ebenfalls ein unbekanntes Gesicht. Im Spiel sollte ich ihn dann aber bald kennenlernen. Ein sehr guter, aber so schien es mir bisweilen etwas unflexibler Spieler, zudem der Kontakt sich nicht immer leicht gestaltet. Wenngleich er sehr direkt ist, bleibt er (meist) ein sehr angenehmer Verhandlungspartner.
Peter: zu Herrn Dr. Haag fand ich schnell einen sehr guten Draht. Der Kontakt zu Peter war immer sehr unterhaltsam, sein allzu frühes ausscheiden habe ich den auch wirklich bedauert (und außerdem hätte er mir weiter den Rücken freihalten sollen! ;) )
Frank O.: nun ich will versuchen fair zu sein, zwischen Frank und mir wird’s wohl keine große Freundschaft mehr geben. Dazu sind wir nun allzu oft an einander geraten und nicht immer, so erscheint es mir, beachtet er die Regeln des Fairplay, aber er mag das auch anders sehen…., dennoch zweifellos ein ganz hervorragender Spieler!
Last but not least Torsten: Torsten kannte ich auch noch nicht, im Halbfinale des Vorjahres sind wir uns zwar begegnet, hatten jedoch nicht viel miteinander zu tun. Torsten offenbarte sich während des Finales als äußerst geschickter Spieler- jederzeit in der Lage ein Spiel auch wieder zudrehen und wohl in jedem Spiel siegfähig. Dabei bleibt er ein sehr netter und angenehmer Verhandlungspartner zu dem der Kontakt immer spaß macht.
Das Spiel:
Das Spiel begann und erste Verhandlungen wurden geführt. Meine Pläne
sahen eigentlich vor im Süden einen Frieden mit Italien zu etablieren ,
und im zweiten Jahr gen Norden zu ziehen- England zu überfallen. (vgl Tatz-Fragebogen)
Doch schnell kam die Einsicht- so geht’s net! Während die Kontakte
zu E und D sehr angenehm verliefen, insbesondere jeder glaubhaft bekundete er
wolle mit Frankreich eng zusammenarbeiten bzw habe wenigstens kein Interesse
an einer Auseinandersetzung mit mir, ging Rudi gleich in die vollen. Er zeigte
zuerst keinerlei Interesse an einer Absprache (wenngleich eine solche immer
nur eine begrenzte Halbwertzeit hat, ist es mir doch schleierhaft, warum man
sie derart brüsk ablehnt), dann mehrten sich die Gerüchte er such
Verbündete für einen Feldzug gegen Frankreich. Als dies scheinbar
ohne Erfolg blieb zwang er mir den Bounce in Pie auf.
Als Reaktion darauf beschloss ich im Norden defensiv zu spielen und hoffte Rudi
würde sich dann alsbald umorientieren, deswegen
A Par-Gas
F Bre-MAt und eben
A Mar-Pie,
damit wäre auch noch eine Verteidigung gegen E oder D möglich gewesen,
sollte einer von beiden mir übles wollen.
Ansonsten hatte ich zu R und T nzu Beginn nur kurzen rein formularhaften Kontakt,
zu Ö schon sehr guten- eine Zusammenarbeit mit ihm erschien mir sehr reizvoll,
insbesondere im Hinblick auf Italiens Pläne.
Die erste Auswertung barg dann auch nur wenig Überraschungen, nur Udos Zug Ber-Mun bereitete mir etwas Kopfzerbrechen, will er eine große Offensive vorbereiten oder sollte die eine Pirouette fürs Publikum sein? Und der Rest des Feldes zog solide.
Im Herbst 01 wollte ich mir die Chance England anzugreifen bewahren. Por musste deswegen mit A Gas-MAt-Por geholt werden, die Flotte in MA war zu wichtig. Doch schnell kam erneut die Erkenntnis mit I zusammen geht nicht. Verhandlungen blockte Rudi weiter ab, so sah ich keine andere Möglichkeit als erst Italien ausschalten. E und D belauerten sich und zu beiden hatte ich äußerst guten und vertrauensvollen Kontakt. Ich glaubte dass ich insoweit wenigstens für eine gewisse Zeit davon ausgehen durfte hier noch keinen Ärger zu bekommen.
Fj 1902 dann aber ein Schock E und D greifen mich (scheinbar) an. Beide versichern mir aber gar nicht angreifen zu wollen- hm… was tun? Ich setzte nun alles auf eine Karte, glaube beiden und erklär beiden du stündest auf ihrer Seite. Das Wunder gelang, Rudi hatte sich zu früh gefreut, im Winter behielt ich alle meine Vz und positionierte mich weiter gegen I. Zusammen mit Ö, der von I unter Beschuss genommen wurde, müsst es möglich sein!
Die Situation an meiner Nordfront blieb aber sehr labil. Ohne eigene Einheiten dafür freizuhaben brauchte ich eine Alternativlösung. Der Plan war dann folgender: Es muss mir gelingen E und D so in einander zu verzahnen, dass keiner der beiden mich angreifen kann, ohne sich dem anderen allzu sehr zu öffnen. Dieses Projekt wurde davon begünstigt, dass die Berliner scheinbar zusammen spielten und die Gefahr dräute, sie wollten das Spiel unter sich ausmachen. Dies war die Geburtsstunde des Western Tripple, und zugleich meine einzige Chance in diesem Spiel!
Hier scheint ein kleiner Exkurs angebracht:
WT gg BB und Tatz vs Postille
Ich weiß es nicht, ob es jemals eine abgesprochene Zusammenarbeit der
Berliner gab oder nicht. Nur, das ist und war nicht von Bedeutung!- denn es
erschien als ob es den Berliner Block tatsächlich gäbe, allzu stringent
spielten I, R und T zusammen. Und in jedem Spiel, indem sich ein solches Bündnis
abzeigt, wird sich (bei guten Spielern und hier spielten nur gute Jungs) der
Rest des Brettes etwas einfallen lassen um dem etwas entgegen zu stellen! Im
Gegensatz zur Auffassung der Tatz bin ich auch der Überzeugung, hätten
wir uns nun gegenseitig zerfleischt, wäre es ein dröges und einem
Finale der DM unwürdiges Spiel entwickelt. Der Sieger hätte R oder
T geheissen, wobei t bessere Chancen gehabt hätte. Das Western Tripple
hingegen war ganz sicher dagegen reine Abwehrmaßnahme. Insbesondere die
vielen Stabs zwischen Udo und Torsten, aber auch der eine oder andere von mir
belgen dies hinlänglich!
Die Tatz wollte das, aus welchem Grund auch immer, nicht wahrhaben. Sie kommentierte, zwar immer sehr amüsant, zu dieser Phase recht einseitig! Das Konkurrenzblatt- die Postille, erschien mir, konnte das Geschehen wesentlich besser deuten. Ich möchte dennoch beiden Redaktionen für die Auflockerung und ihre Mühen danken. Es war sehr spannend immer wieder den Blick von außen auf das Spiel vorgeführt zu bekommen.
Exkurs Ende
1903 war dennoch ein dröges Jahr,. Zwar gelang der Plan bzgl E und , am Ende hatte E War. D und E aber bedrohten sich an unübersehbar vielen Punkten. Dennoch, Ö mein Verbündeter im Süden brahc zusammen , und litt dann auch noch an einer kurzzeitigen Schreibschwäche (sach ma Peter: war es wirklich ein Verschreiber ?), die mich die Eroberung von Ven kostete!
1904: R scheint besiegt. I scheint gleichfalls dem Untergang geweiht, Ven ist an Ö gefallen, T ist klarer Favorit und mir gelingt es D Bel abzuschwatzen, was E unterstützt, während sich D Reparation bei E holt! Ein herrliches Jahr!(und ein sehr gelungenes Manöver meinerseits!)
1905: Der Angriff auf England beginnt endlich! Mit D zusammen wird es machbar sein! E hat keine Chance, doch er nutzt sie. Obwohl es auch für Udo von Vorteil gewesen wäre, ist er nur halbherzig dabei, er vergeudet zu viele Einheiten um R zu unterstützen und sich gegen mich abzusichern! Der Ausflug nach E endet damit in einem Debakel! E ist nach dem Winter auf der Insel nicht mehr zu knacken! Das hätte sehr ins Auge gehen können, aber im Süden gelingt endlich ein Zugewinn, Tun wird von nun an französisch regiert. Ansonsten nix neues, T steht bombig, Ö siecht seinem ende entgegen, I steht nicht viel besser. R hingegen gewinnt auch etwas Luft, ist auch nötig, wer sollte Robert sonst aufhalten?
1906: Rückzug im Norden. Konsolidierung im Süden. Es zeigt sich aber bei e eine Bereitschaft den Krieg möglicherweise auch wieder zu beenden! Nur was macht Udo? Er schwenkt nun endgültig um und steht nun plötzlich in Bur! Und dann ist auch noch Ö Geschichte und I kann sogar wieder eine Flotte aufbauen! Das einzig gute T lässt eine große Chance sausen, der erwartete Stab an R bleibt aus.
1907: So langsam wurde es lustig: wieder alles anders! D zieht sich zurück und mit E einen, nun nennen wir es Waffenstillstand geschlossen!(Warum dies gelang?- nun ich denke es la a bisserl an Udos enervierender Art hinter allem und jedem, sowie ständig eine Komplott zu sehn(nicht böse sein Udo ;) ) es gelang mir dies auszunutzen, während Torsten doch sehr „angepisst“ war!) Im herbst dann Einzug in Mun- war selbstverständlich nur zum Schutz vor einem drohenden russischen Angriff! Im osten bricht der Krieg zwischen R und T vollends aus, ansonsten nix neues!
1908: zweiter Anlauf des Angriffes auf E! D verspricht diesmal es durchzuziehen,
und im Süden sogar erstmalig (und letztmalig) eine Zusammenarbeit mit I,
der sich von der T doch sehr eingeschnürt sieht, während ich die Ruhe
brauche und tatsächlich keine Gefahr für ihn darstelle. Jetzt aber
kommt Torstens Meisterstück: Er sieht die Ausweglosigkeit seiner Lage und
da R nun plötzlich gefährlich groß wird machte er Angebot, dass
ich unmöglich ausschlagen konnte. Liv sollte an mich fallen und er versucht
weiter R im Norden zu stoppen, im Gegenzug aber sollte ich ihn schonen! Was
wäre die Alternative gewesen?, den etwas wankelmütigen Udo an meiner
Seite gegen Rund E? das hätte bedeutet R eine wohl nicht wieder einzuholenden
Vorsprung zu geben! Ich, hingegen rechnete mir aus, dass es so gelingen müsste
das spiel für mich zu sichern! In einem spiel ohne Zeitlimit, wäre
ich wahrscheinlich nicht auf diesen Deal eingegangen. E wäre nach spätestens
zwei Jahren am ende gewesen, und in der Mitte hätte man eine Front gg R
aufbauen können, doch R hätte zu viele Vz gehabt um noch bis 1912
an ihm vorbei zu kommen!
Also eine weiterer Stab im WT (es sollte auch der letzte sein, das WT war damit
endgültig am Ende) und Hol besetzt, sowie absprachegemäß Liv
erobert!
1909: E und F gegen den Rest. Es gelingt dennoch Kie und Ber zu erobern, wofür Mun wieder an D fällt und uns im Norden in Position zu bringen! Ich bin auf dem Höhepunkt meiner Macht angelangt: 11 Vz sind zwischen hellgrün unterlegt!
1910: Stellungskrieg an der Deutschlandfront, im Süden versuch einen Durchbruch um hinter die feindlichen Linien zu gelangen! Und Frechheit siegt- es gelingt wider alle Erwarten! Im herbst wird D vollends gemeuchelt, nur I’s Aufbau erschliesst sich mir nicht . wäre eine Flotte nicht stärker gewesen?
1911 E stellt die Bedingung, dass Stp an ihn geht. Mir ist die Gefahr bewusst, doch angesichts des nun wieder hervorragend zusammenarbeitenden BB blieb keine Wahl! So sei es denn..
1912: Es wird noch mal sehr, sehr spannend, außer mir und R hat nun tatsächlich auch Torsten die Chance zu gewinnen. Ich denke diese Leistung wurde bisher nur unzureichend gewürdigt! Aus verlorener Position 1908 nur ein paar Jahre darauf wieder auf Sieg zu stehen ist wohl Bravourstück! Mit knapper Not reicht es aber mir! Denn Torsten muss Ber schützen um nicht sicher gegen R zu verlieren- nun denn das wars: ich habs geschafft – sowohl, was die Meisterschaft anbelangt, als auch diesen EoG! Danke noch mal und
Tschüss
Jochen Englert
Deutscher Diplomacy per Email Meister 2004
Leider kein EoGS vorhanden...
Peter/ÖU: Mein Nachbar im Osten. Ihn kannte ich indirekt, da mir Robert
- beide haben das HF gemeinsam gespielt - immer mal wieder das ein oder andere
aus seiner HF Partie erzählte. Drum erwartete ich einen recht Kommunikativen
Spieler und stellte mich schon auf einige Telefonate ein.
Robert/OR: Der Spieler den ich aus der Partie mit Abstand am besten kannte/kenne.
Zum einen ein guter Freund, zum anderen spielen wir immer mal wieder eine Partie
FtF oder wie in 618 auch per Mail. Solide Taktik und aufgrund räumlicher
Nähe war ein guter Kontakt zu erwarten.
Jochen: Frank´s (Huibuh) Lieblingsgegner. Meinte Frank zumindest im Vorfeld
der Partie. Jochen schien mir der taktisch am stärksten zu erwartende Nachbar
zu sein.
Udo: Kannte ich vor der Partie gar nicht. Von Udo hatte ich keinen blassen Schimmer.
Torsten: Kannte ich bereits persönlich von der Berlicon und einer Ligapartie.
Robert hatte mit ihm die Vorrunde gespielt.
Frank: Kannte ich vor der Partie nach Robert am besten. Dies war zwar die erste
gemeinsame Partie per E-Mail, aber aus diversen FtF Partien wusste ich Frank
in etwa einzuschätzen. Etwas VZ Orientiert, aber niemand der nicht auch
auf ein ordentliches Argument oder gutes Angebot hört. Manchmal etwas rau
im Umgangston, aber grundsätzlich nen netter Typ.
Ich selbst: Auch ein Faktor. Ich hatte die Vorrundenpartie gewonnen und im HF
ein Solo fabriziert. Im Highscore stand ich daher recht weit vorn und war nach
Frank der Bestplatzierteste Spieler in der Partie. Es würde mich nicht
wundern wenn ich aufgrund dieser Daten vor der Partie und an deren Start, neben
Frank, gleich als Favorit ausgemacht worden bin. So direkt hat das keiner gesagt
(bis auf Torsten) aber ich bin manchmal das Gefühl nicht losgeworden, als
ob ich bei manch Einem einen gewissen Ruf schon vorweg hatte. Mal schauen was
in den EOG´s steht.
Die Partie: Ich erwartete eine spannende, sehr kommunikative und abwechslungsreiche
Partie, in der es lange Zeit ziemlich ausgeglichen zugehen würde.
Italien: Nicht gerade mein Lieblingsland J.
Also denn, auf ging’s.
Um es gleich vorweg zu sagen. Es gab keine Berliner Absprachen. Weder war ein
automatisches Bündnis ausgemacht, noch sonst irgendwas. Etwas Derartiges
wäre mir auch nicht in die Tüte gekommen. Ein Juggernaut, genau wie
ein Western Tripple, waren das letzte das ich gebrauchen konnte.
Der einzige Vorteil bestand aus meiner Sicht in der Tatsache, dass ich die Spielweisen
von Robert und Frank ziemlich gut kannte und dies dann folgend eine bessere
Einschätzung der Situation erlaubt. Aber Robert´s Nachnominierung
ließ mich schon ahnen dass es einige Vorurteile geben würde, schon
weil bekannt ist das ich und Robert sehr gute Freunde sind. Ich bin mir sehr
sicher, dass die Partie ohne 3 Berliner Teilnehmer vom Start weg ganz anders
verlaufen wäre. Ich hätte lieber ohne Robert gespielt und möglichst
auch ohne Frank. Aber qualifiziert ist qualifiziert. Daher schrieb ich zu Beginn
der Partie eine Mail an alle Spieler und sagte offen dass sich aus der Freundschaft
zu Robert keine Automatikbündnisse ergeben. Wir haben uns schon oft genug
gestabt.
Erste Gedanken
Grundsätzlich halte ich für Italien folgende Konstellationen für
am Besten. Frieden mit Österreich. Frieden mit Frankreich um erfolgreich
im Osten mitspielen zu können. Ein starker Russe, um ÖU und OR ggf.
in die Zange zu nehmen. Oder einen starken Deutschen, der den Westen und damit
Frankreich beschäftigt. Auf keinen Fall sollte ein Juggernaut zugelassen,
bzw. mit einer Attacke auf ÖU noch gefördert werden. Kurzfristige
VZ Gewinne sind oftmals kein Ausgleich für die Schieflage in die das Brett
ohne ÖU verfällt. Die Balance of Power ist zum Spielen mit einer Mittelmacht
unbedingt zu beachten.
Mit dem Start der Partie erwartete ich dass es die „normalen“ Brennpunkte
geben würde. Frankreich, England, Deutschland und Russland kloppen sich
im Westen, ÖU, Türkei und Russland auf dem Balkan. Ich sah mich in
einer Situation in der ich mich nicht unbedingt einmischen musste und erstmal
ruhig vor mich hinwerkeln könnte. Damit sollte ich mich gründlich
täuschen, mein erster Fehler in der Partie. Schon beim ersten oder zweiten
Telefonat erzählte mir Peter das im Westen alles auf ein Western Tripple
hindeuten würde. Dieses würde sehr sicher gespielt werden. Das konnte
ich zu dem Zeitpunkt nicht glauben und hielt es für Propaganda. An alle
Absprachen aus dem ersten Jahr kann ich mich nicht erinnern. Ich fragte bei
England und Deutschland an ob denn ein Frankreichfeldzug möglich wäre
und lehnte mich damit schon ziemlich weit aus dem Fenster. In verschiedenen
Partien hatte ich mich mit Italien bereits im Osten versucht. So rechten Erfolg
hatte ich da nie. Daher schrieb ich schon vor dem ersten ZAT Dt. und England
entsprechend an. Immerhin wäre Frankreich bei Zügen nach Pied, Bur
und Eng bereits massiv unter Druck geraten. 2 franz. Aufbauten hätten sofort
verhindert werden können und Frankreich wäre sofort sturmreif geschossen
worden. Während Torsten entgegenkommen signalisierte war Udo (erzählte
mir mit F gegen E spielen zu wollen) nicht bereit diesen Vorstoß zu wagen.
Abwarten, Aufbauten sichern stand bei England und Deutschland an erster Stelle.
So ließ auch ich von der Idee ab und gab Jochen Bescheid ihn in Pied bouncen
zu wollen um somit seine F Bre-MAt gleich nach Por schicken zu können.
Zu Beginn fragte ich auch Peter, ob er Tri für einen zweiten ital. Flottenaufbau
für ein Jahr zu opfern bereit wäre. Ich hätte dann folgend die
Armee abgebaut oder den Verlust von Tri H02 durch einen Ausgleich zu kompensieren
versucht. Mit 3 Flotten spielt sich Italien halt besser. Peter lehnte natürlich
ab und war auch sonst nicht gerade zu Experimenten aufgelegt.
Von der folgenden Auswertung war ich durchaus überrascht. Par-Gas ist ein
Zug der nicht so oft kommt. Die Achse Dt. – F schien sich recht früh
gefunden zu haben. Ab der Auswertung brach dann die Kommunikation mit Frankreich
zusammen. Bzw. waren die paar Mails die von Jochen kamen jeweils Lügen
oder in dem Stil „las uns mal schauen wer der bessere im westlichen Mittelmeer
ist…“ Aber insgesamt kam da kaum ne Mail zurück. Zwischen F01-H01
hielt ich die Kommunikationslosigkeit allerdings noch für Zeitmangel. Großartige
Verhandlungen gab es bei mir zu der Zeit nicht. Peter sagte ich dass meine Armee
nach Tyr ziehen würde, was relativ Kritiklos hingenommen wurde. Jochen
meldete sich nicht und mit Robert machte ich aus keinen Lepanto spielen zu wollen.
Allerdings hielt ich die Armee in Apu bereit um ggf. irgendwo anlanden zu können.
Der folgende ZAT überraschte mich wieder.
Abwehrkampf
Ab ungefähr dem Zeitpunkt befand ich mich dann den größten Teil
des Spiels über in der Defensive.
Mit Gas-Por hatte ich gerechnet. Aber nicht mit einem Aufbau F Mar. Mun-Kiel
war ebenso rätselhaft. Die englische Armee in Den hielt ich für ungünstig
und es schien sich eine Zusammenarbeit zwischen Robert und Peter anzubahnen.
Bounce in Rum und Ank-Bla. Hatte ich mich vor dem ZAT entschieden abzuwarten
und weitere Überlegungen nach dem ZAT zu schmieden, so war mir das durch
den Aufbau F Mar gleich abgenommen worden. Ich nehm´s gleich vorweg; die
Mails von Jochen, die er mir nach ein paar Anfragen zukommen ließ waren
alle gelogen. E-D sagten relativ klar das sie nicht gegen F würden spielen
wollen, was ich bei A Tyr natürlich nachvollziehen konnte. Allerdings war
recht klar dass ich bei einer F Mar kaum Dt. in Mun staben würde. Abgesehen
davon das ich das eh für einen recht ungünstigen Zug halte :). Jochen
meinte später mal die A Tyr hätte eine schnelle deutsche Attacke auf
Russland verhindert. Von daher war der Zug wohl doch nicht so schlecht. Zwischen
F und D herrschte Frieden, E-F schienen sich ebenso in Ruhe zu lassen und nach
einem Krieg zwischen D-E sah es auch nicht aus (F Ber). Warum Jochen angriff
weiß ich nicht. Die Eröffnung Ven-Pied war sicher nicht die freundlichste.
Aber ich hielt mich an alle Zusagen die ich ihm gab, Ven-Tyr gab Spielraum gegen
Dt. Und allein gegen F zu spielen macht keinen Spaß. So wie ich Jochen
aber kennen gelernt habe (keine Mails = Angriff auf einen selbst, Lügen=
Angriff auf einen selbst) muss vor H01 die Entscheidung zum Krieg gegen mich
gefallen sein. Da ich vermute das Jochen dies mit zumindest einem Nachbarn abgesprochen
hat ist nachträglich auch Udos Vorgehensweise und die F Ber zu erklären.
Ruhe am Westwall ist gleich Potential gen Osten, da F MAt ja gegen E nicht zur
Verfügung steht. Andererseits könnte mit F Ber auch eine Attacke gen
Norden (Den/Swe) gefahren werden. Jedenfalls verwirrte F Ber durchaus.
Folgend waren meine Optionen dann eingeschränkt. Im Westen versuchte ich
gegen Jochen zu mobilisieren, dem ich mit zwei franz. Flotten auch keinen erfolgreichen
Feldzug im Süden vorhersagte und im Osten deutete alles auf ÖU/T gegen
R. An genaue Verhandlungen kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Ich weiß
aber das Peter recht offensichtlich gen R plante, was in Kombination mit T natürlich
auch für mich gefährlich war. Deutschland zierte sich wegen der A
Tyr, Torsten weiß ich nicht mehr (F Lon-Eng F02 sagte er nicht zu). -
Keine Angst, ab jetzt geht’s schneller mit meinen Ausführungen. -
02 beinhaltete die Überraschung, das A Bel-Pic und F Lon-Eng gezogen wurden.
Sowohl Dt. als auch E sagten das dies nicht abgesprochen gewesen wäre.
Meine Freude legte sich H02 schnell als weder Bre noch Par attackiert wurden.
Jochen bot ich noch einmal Frieden an und zog weder nach West, noch nach Pied,
sondern Tun-Ion. Aber Tyn hielt ich sicherheitshalber besetzt. Interessanter
war der Osten. Tyr-Vie (von mir) kam als Ausgleich gegen das Bündnis T-ÖU
das sich gegen R anbahnte. Ich befürchtete selbst Opfer zu werden und entschied
mich kurz vorm ZAT mit diesem Zug gegenzusteuern. Gre-Alb und Alb-Adr (02) bestätigten
diese Vermutung. Zum Glück schwenkte Robert um und nahm Peter 02 Gre ab.
Ich vermute dass Peter von Beginn an mich und Frank auf dem Kicker hatte. Das
Bündnis mit Robert und die Züge lassen stark darauf schließen.
Ebenso, das während der Partie durchsickerte das Peter der war der immer
wieder auf E-D-F drängte und mit dem Berliner Block argumentierte.
H02-H03 muss ich eigentlich nicht weiter kommentieren. Jochen griff nicht sonderlich
gut an und ich verteidigte mich halt. Tun hätte er auf absehbare Zeit bekommen
können. Der Angriff mit den Armeen im Norden war abzublocken. Das dieser
Angriff außer Tun nichts bringt wollte er aber nicht einsehen J. Frank
geriet durch E-D unter Druck und auf dem Balkan ging’s munter zur Sache.
Robert profitierte von den Zwistigkeiten zwischen Frank und Peter. Beide verrieten
ihre jeweiligen Absprachen Runde um Runde an Robert und der konnte sich das
Beste aussuchen. Ich lag Peter jeweils im Ohr 02-F 04 gegen den Western Tripple
mit zu helfen. Daran hatte er kein Interesse, was wahrscheinlich an obig beschriebener
Strategie und den Zwistigkeiten mit Frank lag. Die Konsequenz war, dass ich
und Frank uns notgedrungen eine Alternative suchen mussten. Beide standen wir
unter Druck und wollten überleben. Ich für meinen Teil konnte den
Western Trippel diplomatisch nicht aufhälten. ÖU wollte nicht mitelfen.
Ergo wurde Robert angeworben. Ich hatte schon früh mit Robert einen Deal
(so ab H02-F03) ausgehandelt, wonach er mir seine Flotte gab (was nur bedeutete
das er sie nach Ion nachzog und notfalls Tun deckte) und ich dafür effektiv
gegen den Western Tripple in Form von Frankreich verteidigte (Tarnname „Schutzschild“).
Ab H03 war klar, das Peter konsequent gegen mich und Frank spielen würde.
Nach H03 hatten ich und Frank aber auch Robert auf Linie und ihn überzeugt,
dass er bei ÖU gut absahnen könnte, während ich und Frank jeweils
keine Gefahr darstellen würden. Beide standen wir unter Druck und hatten
keine Wahl irgendwas anderes zu machen, da Peter auf nichts einging (zumindest
bei mir).
H04 war dann der Supergau. Zwei Verschreiber mit einem Mal. Wie die passieren
konnten weiß ich nicht. Was ich ziehen wollte war klar: A Tus-Pied und
Ven-Tri. Nur hatte ich das falsche eingetippt. So verlor ich Ven und meine halbwegs
sichere Position. Um den Abbau zu koordinieren schrieb ich Peter und Jochen
an und bot beiden was an. Jochen Tun, also Abbau F Tun und Peter den Abbau einer
Armee und weitergehende Vorschläge. Es meldete sich aber nur Jochen, weshalb
ich F Tun abbaute. Mit Peter konnte ich ab F04 nicht mehr verhandeln. F04 zog
er Vie-Tyr und griff mich an. Ich versuchte ihn zu überzeugen dass dies
nicht viel bringen würde, schrieb einige lange Mails, die bei Peter ziemlich
schlecht ankamen. Eigentlich wollte ich nur die Situation diskutieren und aufzeigen
das die Attacke nicht viel Sinn macht. Später zumindest die Kommunikation
wieder herstellen. Aber meine Argumentation wurde als persönliche Kritik
aufgefasst und ab da war von Peter´s Seite aus Sendepause. Da war nix
mehr zu machen. Zurück kamen Mails mit ungefähr dem Inhalt „ihr
Berliner spielt doch seit Beginn nur zusammen“, „der Abbau F Tun
zeigt das du nur noch gegen mich spielen willst…“ usw. Ziemlich
unkooperativ, zumal ich jedes mal 3 Mails schreiben musste um überhaupt
ne Antwort zu bekommen. Meine Strategie war absolut auf´s überleben
ausgerichtet. Ergo hätte ich jeder guten Idee sicher den Zuschlag gegeben,
auch einen Deal mit Peter. Mein Angebot F 05 ihn in eine vernünftige Position
zu bringen: H05 Vie, Tri und Ven(?) zu halten, mit meiner Rückendeckung
– das T-R weiter gegen ihn ziehen würden war klar – wurde abgelehnt.
Aber das war auch nicht mehr so wichtig, Peter und seine Spielweise mussten
die Partie verlassen. Sonst war für mich nix mehr zu holen. So betrieb
ich parallel auch seinen „Ausstieg“ und koordinierte mich mit Frank/Robert.
Bis 1910 der einzige Zeitpunkt der Partie in der wir drei wirklich konsequent
zusammen agierten. So wurde Peter H06 gezielt vernichtet und ich hatte einen
unkommunikativen Nachbarn weniger.
Endspiel
Nach dem Abgang von Peter kam ich mit Jochen wieder ins Gespräch. F07 sah
die Situation in etwa wie folgt aus. Robert hatte eine ziemlich gute Position.
Nur zwei Nachbarn, mich und Frank und 7 Center, die er bei einem Bündnis
mit mir oder Frank schnell würde ausbauen können. Wollten wir Robert´s
Sieg verhindern, dann jetzt. Frankreich/Jochen war der zweite Kandidat, der
mit einer guten Position aufwarten konnte. Allerdings schien die weit angreifbarer
zu sein, weshalb ich da keine so große Gefahr sah. Ergo einigte ich mich
mit Jochen und sprach mit Frank die Attacke auf T ab. Jochen zog folgend weitestgehend
ab und attackierte nun England mit seinen Flotten. Die Chance, mit Robert´s
Hilfe Tun einzunehmen nutzte ich aus oben beschriebener Logik heraus nicht.
Sicher ein Fehler in meiner Position. Aber Frank hätte ohne Hilfe im Mittelmeer
(Ion) ziemlich allein dagestanden. So griff ich Ion, statt Tun an und drängte
Robert gemeinsam mit Frank zurück. Meine Idee war, aus dem Konflikt zwischen
Robert und Frank Vorteile zu ziehen, da beide jeweils auf mich angewiesen sein
würden. So hätte ich auch Tun, mit oder ohne Zusage von Jochen sicher
wieder einnehmen können. Priorität hatte aber erstmal die Attacke
auf Robert. Das Jahr 08 hielt dann die Spielentscheidende Wende parat. Torsten
brachte ein Bündnis mit Jochen zustande, half ihm im Herbstzug weitestgehend
in fremde VZ. Zwischen Torsten und Udo war diplomatisch ein tiefer Graben entstanden,
was sich in etwa in folgender Aussage zusammenfassen lässt. Torsten : „ich
spiel erst wieder gegen Frankreich/Jochen wenn Udo vom Brett ist“ (fast
wortwörtlich wiedergegeben). Ich will das nicht einzeln auseinander puzzeln.
Aber Torsten war diplomatisch nicht dazu zu bewegen, irgendwas gegen Frankreich
zu machen, da er Udo nicht mehr vertraute. Das sollte bis ins letzte Jahr dann
auch so bleiben. Daher kann ich den Zwischenraum schnell überblenden. Um
Frankreich zu stoppen, das sich durch das Bündnis mit England zu einem
ernst zu nehmenden Titelanwärter entwickelt hatte, schloss ich mich zuerst
mit Robert (09), dann auch mit Frank(1910) zusammen. Mein Ziel war vor allem
die Einnahme von Tun. Es war zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen dass das Bündnis
E-F bis ins letzte Jahr hinein bestehen würde. F 09 konnten wir im Mittelmeer
die Gunst der Stunde aber nicht nutzen, da Jochen den Braten roch und entsprechend
gegen meinen Angriff auf Tyn reagierte. Torsten war, auch mit der Zusage das
Jochen im Süden Ärger bekommen würde nicht dazu zu bewegen gegen
Jochen zu agieren, obwohl ich mir da schon ziemlich sicher war und das auch
zu vermitteln versuchte, das Jochen in dieser Konstellation das Spiel gewinnen
würde. (Udo musste halt erst raus). Als Udo 1910 dann praktisch ausgeschaltet
war, war Torsten dennoch nicht bereit gegen Frankreich zu agieren. Ab da durfte
ich mich mit der Aussage anfreunden, das es Torsten lieber wäre wenn Jochen,
statt Frank gewinnen würde, was geschehen würde wenn England Frankreich
jetzt attackieren würde. Schon aufgrund der Tatsache das mit Robert/Türkei
im Süden von Frank ein Titelanwärter war, eine grobe Fehleinschätzung.
So ging 09 das Stalemate Geschiebe los und Torsten´s Felle schwammen davon,
ohne dass ihn das sonderlich interessierte. Eigenständige Mails kamen aus
England das ganze Spiel über schon nicht. Und das blieb auch so. Wie man
mit solcher Vorgehensweise ein Spiel gewinnen will weiß ich nicht, aber
es war klar, das Jochen die Partie gewonnen hatte. Da half auch die Forderung
StP zu wollen (1910 oder 1911), was mir, auf diverse Mails hin geschrieben wurde
und nicht mal an den Zaren direkt, nicht. Zu diesem Zeitpunkt hatte Frank an
Matthias abgegeben, weshalb die Kommunikation auch von Russland´s Seite
nicht existent war. Nen Alternativplan zu StP (1911) gab´s bei Torsten
nicht, so dass er bis zuletzt, unter der Maxime „lieber Jochen als Frank“
spielte und die eigenen Chancen dieser Maxime unterordnete. So war mir vor den
letzten Zügen klar, das Jochen definitiv Sieger der Partie war. Da konnte
auch Ven-Tyr im letzten Jahr nichts mehr dran ändern. Tyr bot zwar diverse
Optionen, aber wenn es den Beteiligten (bis auf Frank) schlichtweg egal ist
was man nun macht so bleibt auch da der Spaß am verhandeln schon im Ansatz
stecken. So ging ich schlussendlich ziemlich enttäuscht aus der Partie.
Über weite Strecken der Partie hatte ich mich nur verteidigt. Hinzu kamen
die diversen Verhandlungspausen mit Frankreich und ÖU und das äußerst
langweilige Endspiel. Vom Prinzip her war Jochen ab H08 schon Meister. Das Mailaufkommen
war für den Stellenwert der Partie sehr gering. Und diverse Schlammschlachten
im Forum trugen bei mir ebenso nicht zu einer positiven Stimmung bei.
RDP – TATZ
Danke für das Engagement. Viele Beiträge habe ich mit Vergnügen
gelesen. Aber öffentliche Schlammschlachten müssen nicht sein. Ebenso
ungünstig finde ich es, wenn ein Spieler Auswertung für Auswertung
auf´s neue für seine Spielweise kritisiert wird. Ich stimme Frank
zu, dass mehr sportliche Fairness sicher angebracht gewesen wäre. Man mag
sicher dagegen halten das man irgendwas nicht lesen muss, oder es Meinungsfreiheit
gibt, oder das man immer wieder unsachliche Beschwerdemail´s bekommt und
die Chance zur Gegendarstellung besteht. Alles Richtig. Aber genauso wenig ein
Argument dafür jemanden Auswertung für Auswertung immer wieder zu
persönlich zu kritisieren. Dann wäre es mir persönlich lieber,
wenn gar keine begleitenden Presseartikel geschrieben werden würden. Die
Beteiligten sollen an der Veranstaltung Spaß haben. Aber dennoch, Danke
für das Engagement.
Der SL
Einige Auswertungen ließen auf sich warten. Aber nem netten Typ wie Frank
verzeiht man das umgehend. Danke für das gute Leiten der Partie Frank.
2+ :).
Also denn, ich hoffe ich habe einiges aus meiner subjektiven Sicht heraus beleuchten können.
MfG André
Leider kein EoGS vorhanden...
Leider kein EoGS vorhanden...